Unser Wahlprogramm für Puchheim zur Kommunalwahl am 8. März 2026

SPD-Liste Kommunalwahl 2026
SPD Puchheim

Liebe Puchheimerinnen,
liebe Puchheimer,

am 8. März 2026 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Puchheim werden die Erste Bürgermeisterin bzw. der Erste Bürgermeister und 30 Stadträtinnen und Stadträte von Ihnen neu gewählt.

Die SPD Puchheim schickt 30 hochmotivierte Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat und Jean-Marie Leone für das Amt des Ersten Bürgermeisters ins Rennen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen unser Wahlprogramm für Puchheim näher vorstellen. Dieses ist ausdrücklich nicht in Stein gemeißelt. Denn Sie haben die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und Ihre Ideen und Ihre Vorstellungen für Puchheim einfließen zu lassen. Nehmen Sie zu diesem Zweck gerne an der Online-Umfrage unseres Bürgermeisterkandidaten Jean-Marie Leone teil. Ihre Meinung interessiert uns sehr.

Wenn Sie unser Programm interessiert, klicken Sie bitte unten auf "Mehr".

Gutes Miteinander verbindet
Toleranz und Respekt sind die Grundlage einer funktionierenden Gesellschaft: generationen-, geschlechts- und kulturübergreifend!

Deshalb...
...stärken wir soziale Netzwerke, denken an die Wohnbedürfnisse aller, schaffen Plätze der Begegnung. Mit einer vorausschauenden Sozialplanung haben wir besonders die Kinder, Familien und die älteren Menschen im Blick.

Im Detail heißt das für uns:

  • Zügige Entwicklung der Baugebiete Alpenstraße und Lochhauser Str. 15
  • Erhalt bestehenden und Schaffung neuen, attraktiven Wohnraums in städtischer Hand bzw. in der Hand unserer städtischen Wohnraumentwicklungsgesellschaft WEP
  • Maßvolle Nachverdichtung mit Schwerpunkt Mietwohnungsbau und altersgerechtes Wohnen
  • Durch Mischkalkulation städtische Wohnungen in allen Preislagen anbieten, um einen guten Bewohnermix zu erzielen
  • Zielgruppenorientiertes Wohnen und Generationenwohnen ermöglichen und mit flexiblen Grundrissen auf sich verändernde Bedarfe reagieren können
  • Beratungsangebote für die Nutzung bzw. den Umbau des Eigenheims anbieten mit dem Ziel, mehr auf den individuellen Bedarf zugeschnittene Wohneinheiten zu schaffen (betrifft insbesondere Senioren, deren Wohnungen/Häuser oft „viel zu groß“ geworden sind)
  • In neuen Baugebieten nach Möglichkeit Elemente der Grundversorgung vorhalten (z.B. KiTa, Apotheke, Hausarzt, Café etc.)
  • Förderung genossenschaftlicher Wohnprojekte
  • Aufenthaltsqualität und Attraktivität des öffentlichen Raums erhöhen z.B. durch attraktive Gestaltung der (Vor-)Plätze, mehr Bänke und andere Sitzgelegenheiten, besserer Schutz vor Sonne und Wetter an öffentlichen Aufenthaltspunkten und Spielplätzen
  • Schöne und helle Orte der Begegnung und des Miteinanders schaffen, auch kleine Treffpunkte (Wege und Plätze) erhalten bzw. neu schaffen
  • Barrieren im öffentlichen Raum abbauen und beseitigen
  • Stärkung des Ortszentrums von Puchheim-Ort, das Vakuum auffüllen, das nach der Schließung von Grüners Dorfladen entstanden ist, gemeinschaftlich mit der Bürgerschaft Ideen entwickeln, wie die Dorfstraße wieder belebt werden kann
  • Volksfest, Stadtfest, Marktsonntage und andere Festivitäten erhalten, Nachbarschafts-/Quartiersfeste fördern (z.B. durch mietbares Equipment, standardisierte Genehmigungsprozesse etc.)
  • Zielgruppenspezifische Angebote entwickeln und in die Öffentlichkeit bringen (z.B. eigene Rubriken für Senioren und für junge Menschen im „Puchheim Aktuell“ und in der Puchheim-App mit zielgruppenspezifischen „festen Daten“ und Aktuellem)
  • Bedienen neuer Informations- und Kommunikationskanäle (soweit rechtlich sinnvoll und möglich), um als Stadt auch junge Menschen zu erreichen
  • Stärkere Vernetzung der Akteure im Bereich Senioren und Junge Menschen, „Runder Tisch“ zu altersgruppenspezifischen Themen, um Synergien zu nutzen und Doppelstrukturen zu vermeiden, Bedarfe gemeinsam feststellen zu können und Ressourcen zu schonen, zu bündeln, zu verstärken, wo es erforderlich ist
  • EINE zentrale „soziale Ansprechstelle“ schaffen
  • Unterstützung von Familienangehörigen durch Förderung entlastender Angebote wie z.B. ambulante Tagespflege oder integrative bzw. inklusive Betreuung in einer heilpädagogischen Tagesstätte
  • Kultur- und altersübergreifende Treffen mit Angeboten, die verbinden, alle betreffen, ermöglichen bzw. initiieren
  • Förderung und Weiterbildung Ehrenamtlicher (v.a. in speziellen Bedarfsbereichen)
  • Ermutigung gerade älterer Menschen, ihre Erfahrung und ihre Tatkraft zu Gunsten Bedürftiger/zu Fördernder einsetzen zu können („win-win“)
  • Generationenübergreifendes Denken und generationenübergreifende Projekte (z.B. Lernpatenschaften, Leihgroßeltern etc.) fördern
  • Regelmäßige und auf verschiedenen Kanälen leicht zugängliche Informationen über Vorhandenes/Laufendes/Geplantes im Bereich Hilfen, Angebote, Projekte der Stadt/der Institutionen
  • Entbürokratisierung zur Erleichterung ehrenamtlicher Tätigkeit auch und insbesondere im sozialen Bereich
  • Fokus auf „echte“ Bedarfslagen mit bedarfsgerechten Angeboten und Maßnahmen (z.B. Alleinerziehende, vereinsamte Menschen, Behinderte)
  • Armutsprävention in Schulen und Vereinen weiter stärken, bestehende Maßnahmen wie z.B. das Schulfrühstück beibehalten
  • Präventionsketten und Vernetzung der Akteure vor Ort speziell im Bereich Kinder/ Jugendliche stärken
  • Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven eröffnen, Teilhabe ermöglichen, Kreativität anzapfen, stärker in die Gestaltung und Entwicklung Puchheims einbinden z.B. über gezielte Projektangebote, die in Schulen als Aktionsprogramm umgesetzt werden
  • Auf die demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen frühzeitig und proaktiv einstellen; als Kommune steuern wir den Prozess aktiv
  • Gemeinsame Projekte für die Puchheimer Bürgerschaft entwickeln, gegebenenfalls auch in Kooperation mit den Nachbarkommunen zur Stärkung der lokalen und regionalen Identität (z.B. Landesgartenschau o.ä.)
  • Migration ist seit jeher Bestandteil unserer Kultur und nichts „Anormales“. Besonders Kinder müssen positiv in unserer Gesellschaft ankommen können und benötigen unsere besondere Unterstützung. Anknüpfungspunkte sind hier insbesondere die KiTas, Schulen, das Jugendzentrum und die Vereine. Wir unterstützen das Prinzip des Förderns und Forderns (im positiven Sinne, sprich Beteiligung, Teilhabe, Arbeitsmöglichkeiten bieten, Ehrenamt etc.). Wir wollen eine würdige Unterbringung der Menschen mit guter Betreuung, keine Großunterkünfte. Den ankommenden Menschen sollen sich Chancen bieten, sich einzubringen. Die Selbstorganisation soll gefördert und begleitet werden. Die Bürgerschaft muss transparent informiert, die Bürgerbeteiligung gestärkt und Mitwirkungsmöglichkeiten entwickelt werden. Den ankommenden Menschen sind die Rechtsgrundlagen und Werte mit dem Fokus Lebenspraxis und Alltag in Deutschland respektvoll näherzubringen.

==========================================================

Starke Wirtschaft verbindet
Langfristige finanzielle Stabilität gibt es nur im Einklang aus Ökologie, Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit.

Deshalb...
...wollen wir Raum für neue Gewerbeflächen schaffen. Wir werden die Haushaltsmittel konzentriert und zukunftsfähig einsetzen, damit Puchheim auch in den nächsten Jahren leistungsfähig bleibt.

Im Detail heißt das für uns:

  • Entwicklung neuer Gewerbeflächen planen und umsetzen. Im Zuge der Neuauflage des Flächennutzungsplans für Puchheim maßvolle Ausweisung neuer Gewerbeflächen, um ansässigen, expansionswilligen Unternehmen oder interessanten, zuzugswilligen Unternehmen z.B. aus den Bereichen Forschung und Technik attraktive Möglichkeiten in Puchheim bieten zu können.
  • Die bestehenden Gewerbegebiete sind infrastrukturell auf einem modernen Stand zu halten und verkehrlich noch besser als bisher anzubinden (z.B. durch Erweiterung des Busangebots, E-Bike-Verleih, zweite S-Bahn-Unterführung Höhe Mühlstetter Graben).
  • Das Regionalitätsprinzip - also vor Ort produzieren, (ver-)kaufen und verbrauchen („Puchheim hat’s / Kauf vor Ort“) - wollen wir weiter stärken und fördern.
  • Wir wollen die Lochhauser Straße als Hauptschlagader Puchheims wieder zu einer attraktiven Einkaufsstraße entwickeln. Das Baugebiet Lochhauser Str. 15 kann hier ein Leuchtturm mit Strahlkraft für die gesamte Straße werden. Es gilt, in den kommenden Jahren die Anrainer der Straße zu motivieren, dem Beispiel zu folgen. Ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (kurz ISEK) kann hier wertvolle Impulse liefern und zur Motivation beitragen.
  • Realisierung eines Gründer- und Gewerbehofs in Puchheim, um auch Start-Ups und ambitionierte kleinere Unternehmen zu unterstützen.
  • Kooperative Zusammenarbeit zwischen Stadt und Unternehmen, um die Attraktivität des Standorts Puchheim zu erhalten und weiter zu stärken
  • Jobbörse in Kooperation mit Schulen und Unternehmen etablieren
  • Möglichst Verzicht auf Steuererhöhungen (diese dürfen nur „ultima ratio“ sein)
  • Stärkung der Einnahmenseite durch kluge Bau- und Gewerbepolitik
  • Ausgaben kontinuierlich kritisch prüfen, neu bewerten und gegebenenfalls neu ausrichten, Schwerpunkte setzen, Projekte auf (nicht nur monetäre!) Mehrwerte hin prüfen
  • Fördermöglichkeiten konsequent prüfen und nutzen
  • Anstehende Bauprojekte priorisieren und anschieben, Teilverwertung bei größeren Projekten denkbar, der Fokus bleibt aber auf Erweiterung des städtischen Wohnungsbestands
  • Bei allen Planungen die Volatilität und das mögliche dauerhafte Sinken der Gewerbesteuereinnahmen berücksichtigen
  • Auswirkungen externer Faktoren (z.B. Gesamtwirtschaftslage, Kreisumlage etc.) regelmäßig prüfen und bewerten sowie rechtzeitig Vorsorge treffen
  • Möglichkeiten des System- und Modulbaus stärker nutzen

==========================================================

Attraktive Stadtmitte verbindet
Die Planung steht: Lernen, Kultur und Freiraum sind die zentralen Elemente für eine lebendige und unverwechselbare Mitte Puchheims.

Deshalb...
...gehen wir konsequent die nächsten Schritte, sodass ein Platz mit hoher Aufenthaltsqualität entsteht, an dem Bildung und Begegnungen gelingen können.

Im Detail heißt das für uns:

  • Puchheim zu einem unverwechselbaren, regionalen Zentrum entwickeln, indem wir die neue Stadtmitte mit qualitativ hochwertigen Begegnungsräumen und der Möglichkeit vielfältiger Begegnungsanlässe, möglichst mit Erweiterung des Gastro-Angebots und Schaffung eines attraktiven Markt- und Veranstaltungsplatzes realisieren
  • Gegebenenfalls eine schrittweise, modulare Umsetzung mit Priorität auf einen Neubau für die Volkshochschule Puchheim, deren aktuelle Räumlichkeiten (Bürgertreff) schon länger nicht mehr zeitgemäß sind

==========================================================

Engagierte Bürgerbeteiligung verbindet
Puchheim entwickelt sich durch die Menschen, die hier leben und arbeiten. Gemeinsam mit Politik und Verwaltung werden die Leitplanken gesetzt und Stadtgesellschaft gestaltet.

Deshalb...
...brauchen wir engagierte Menschen, die das Gemeinwohl vor Augen haben, die sich einbringen und mitgestalten wollen. Dieses Engagement wollen wir fördern und stärken.

Im Detail heißt das für uns:

  • KiTas und Schulen sind wertvolle Orte des Lernens und der Chancengerechtigkeit. Ihre moderne und kindgerechte Ausstattung ist unerlässlich und steht für uns stets im Mittelpunkt unseres Handelns.
  • Unsere Vereine am Ort leisten unschätzbare Dienste für unsere Stadtgesellschaft. Wir werden auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten die Axt nicht an die anlegen, die unsere Gesellschaft zu einem erheblichen Anteil tragen. Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass unsere Sport- und Freizeitstätten in einem guten und modernen Zustand bleiben und die Sportförderung auch in Zukunft verlässlich und in angemessener Höhe an unsere Vereine fließt.
  • Die Leistungsfähigkeit unserer beiden Freiwilligen Feuerwehren ist sicherzustellen. Ausrüstung, Fahrzeuge und Gebäude sind auf modernem Stand zu halten. Bezüglich der Feuerwache in Puchheim-Bahnhof werden wir die Möglichkeiten ausloten, wie für die Mannschaft mehr Platz geschaffen werden kann.
  • Die Bürgerbeteiligung wollen wir weiterentwickeln und den Bürgerbeteiligungsrat stärken
  • Die städtischen Beiräte binden wir enger und stärker ein und beteiligen Sie frühzeitig bei Entscheidungsfindungen, die deren Arbeitsbereich betreffen, um von deren Expertise zu profitieren.
  • Mit einem öffentlich zugänglichen Ampelsystem mit textlichen Hinweisen wollen wir die Bürgerschaft zu allen laufenden Projekten (insbesondere Hoch- und Tiefbau) auf dem Laufenden halten
  • Jede Eingabe aus der Bürgerschaft erhält eine angemessene Rückmeldung
  • Für Streitigkeiten zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Stadtverwaltung wollen wir die Idee einer Schlichtungsstelle in Form einer Ombudsfrau bzw. eines Ombudsmannes prüfen
  • Alle Verwaltungsprozesse sind aus Bürgersicht zu denken und auszugestalten
  • Die Verwaltungsprozesse wollen wir, wo möglich, weiter "entrümpeln", vereinfachen und da, wo es sinnvoll ist, automatisieren
  • Das städtische Personal wollen wir halten, stärken, wo nötig erweitern und weiterbilden, damit wir bei unseren Projekten möglichst viel auf Eigenleistung setzen können und möglichst wenig "fremdvergeben" müssen
  • Die Digitaltransformation in der Verwaltung wollen wir voranbtreiben, ohne dass der Mensch dabei zu kurz kommt. Die KI soll sinnvoll und mit Bedacht eingesetzt werden. Digitalisierung soll nicht den Menschen ersetzen, sondern die Prozesse vereinfachen. Der Datenschutz muss gewahrt werden, ohne die Praktikabilität über Gebühr einzuschränken.

==========================================================

Zukunftsfähige Mobilität verbindet
Menschen wollen und müssen zuverlässig unterwegs sein. Egal, ob es der tägliche Weg zur Arbeit, der Einkauf, der Arztbesuch oder Freizeitaktivitäten sind.

Deshalb...
...muss Mobilität sich den Bedürfnissen der Menschen anpassen und gleichzeitig den vorhandenen Ressourcen gerecht werden. Wir wollen hier neue Wege gehen, z.B. mit einem Ruf-City-Bus. Der barrierefreie öffentliche Personennahverkehr steht bei uns im Fokus.

Im Detail heißt das für uns:

  • Ein faires und friedliches Miteinander aller Verkehrsteilnehmer liegt uns am Herzen. Wir wollen kein ideologisch vergiftetes "entweder oder", sondern ein durch gegenseitigen Respekt und Rücksichtnahme geprägtes "sowohl als auch".
  • Die Radwegeverbindungen insbesondere von und nach München wollen wir verbessern. Da, wo es möglich und sinnvoll ist, sollen Fahrradstreifen oder besser noch Fahrradwege angelegt werden.
  • Das Netz der Mobilitätsstationen wollen wir erhalten und bei entsprechender Nachfrage erweitern.
  • Fahrradparkhäuser an großen Sammelpunkten wie z.B. Bahnhof, Schulen und Sportanlagen befürworten wir, wenn der finanzielle Aufwand im Verhältnis zum Nutzen steht
  • Die öffentliche E-Lade-Infrastruktur gilt es, mit unseren Partnern (z.B. KommEnergie) weiter zu verbessern.
  • Bei der Verkehrswende kommt es entscheidend auf die Qualität des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) an. Dass unser stark frequentierter S-Bahnhof im Jahr 2026 immer noch nicht barrierefrei ist, ist beschämend. Da der beabsichtigte viergleisige Ausbau der Bahnstrecke noch in ferner Zukunft liegt, wollen wir noch einmal alle Möglichkeiten untersuchen lassen, um zumindest eine provisorische Barrierefreiheit herzustellen.
  • Die Busverbindungen wurden in den letzten Jahren deutlich verbessert. Dennoch kann die Bustaktung am Wochenende und vor allem sonntags noch optimiert werden, ebenso die Verbindungen zwischen den einzelnen Stadtteilen Puchheims. Um "Nachtschwärmern" ein sicheres Heimkommen zu ermöglichen, können wir uns zumindest an den Wochenenden eine Nachtringlinie vom S-Bahnhof aus mit Haltepunkten in allen drei Stadtteilen vorstellen.

==========================================================

Klimaresistente Umwelt verbindet
Wir müssen den veränderten Klimabedingungen auch auf Stadtebene aktiv begegnen und unseren Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels leisten.

Deshalb...
...sind innovativer Hochwasserschutz, dezentrale regenerative Energieerzeugung, die Entsiegelung von Flächen und Klimaschutzprogramme zentrale Bausteine, um Puchheim krisenfest und fit für die Zukunft zu machen.

Im Detail heißt das für uns:

  • Puchheim energieautark und klimaneutral bis 2040! Die SPD-Fraktion hat 2022 einen gleichnamigen Antrag in den Stadtrat eingebracht, der damals jedoch keine Mehrheit gefunden hat. Aber wir lassen nicht locker! Ziel muss sein, dass die Stadt Puchheim bis 2040 das Klima in Summe nicht mehr (negativ) beeinflusst und sich durch verschiedene dezentrale Energiequellen autark selbst versorgt.
  • Die Tiefen-Geothermie im Bereich Puchheim/Germering wird kommen. Wenn die Voraussetzungen passen, werden wir diesen Weg gemeinsam mit den Stadtwerken München und der Stadt Germering gehen und so von dieser zuverlässigen und nachhaltigen Wärmequelle profitieren.
  • Weiterhin sind alle sinnvollen Formen dezentraler Energieversorgung zu ermöglichen und ggf. auch zu fördern (z.B. Balkonkraftwerke sowohl für Eigentümer als auch für Mieter). Wir setzen hier auf aktive Beteiligung der Bürgerschaft.
  • Wir wollen keine „Verbotsgesellschaft“, sondern ermöglichen, ermuntern, Anreize setzen, Beratung leisten.
  • Energetisch setzen wir nicht „alles auf eine Karte". Vielmehr gilt es, verschiedene Ansätze zuzulassen, zu verfolgen und, wo möglich, sinnvoll zu kombinieren.
  • Den kommunalen Hitzeaktionsplan und Wärmenutzungsplan werden wir optimieren und zielgerichtet umsetzen. Der Katastrophenschutz wird stringenter als bisher vorangetrieben, ebenso der Hochwasserschutz (gemeinsam mit unseren Nachbarkommunen).
  • Wir treiben die gezielte Entsiegelung bebauter Flächen voran und fördern diese aktiv. Ein positives Beispiel der letzten Jahre ist die Entsiegelung des Gehwegs am Planieweg, die die SPD-Fraktion erfolgreich beantragt hatte.
  • Das von der SPD gemeinsam mit zwei anderen Fraktionen initiierte Projekt "Stadtbeete Puchheim" wird fortgeführt und gestärkt. Streuobst-, Wildblumen- und Hochzeitswiesen bleiben erhalten und werden ausgebaut, ebenso die bestehenden Grünpatenschaften.
  • Das Regionalitätsprinzip wollen wir weiter stärken und fördern, da kurze Lieferwege unsere Umwelt stark entlasten.
  • Wir wollen mehr Brunnen und Trinkwasserzapfstellen und mehr Sonnenschutz an bzw. auf öffentlichen Plätzen, sei es durch Bäume oder künstliche Beschattungsvorrichtungen.
  • Neue Wohngebiete sollen möglichst „verkehrsarm“ konzipiert werden, sprich frei von motorisiertem Durchgangs- und unnötigem Suchverkehr. Sie sollen gut an den ÖPNV angebunden werden. Zudem sollen Alternativen zum eigenen Pkw vorgehalten werden (z.B. Sharing-Modelle etc.).
  • Einer Diskussion über die Einführung einer Baumschutzverordnung stehen wir offen und unvoreingenommen gegenüber. Zuvor ist hier die Bürgerschaft aber breit und transparent zu beteiligen.